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Bundeskanzlerin stolzer Besitzer eines FHTC-Wimpels

Geschrieben von Tobias Seifert Samstag, den 29. August 2009 um 19:38 Uhr
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Bundeskanzlerin stolzer Besitzer eines FHTC-Wimpels Andrea Zimmermann

Am Donnerstag gab es ranghohen Besuch beim Freiberger HTC. Bundeskanzlerin Angela Merkel landete während ihrer Wahlkampftour per Hubschrauber auf dem FHTC-Clubgelände.

Was hat die Hockeywiese an der Hainichener Straße nicht schon alles erlebt. Sei es als Fußballplatz, Leichtathletik-Wettkampfbahn, Kugelstoßanlage oder natürlich Hockeyspielfeld - die sportliche Nutzung des Geländes stand immer im Vordergrund. Auf ihre alten (und gezählten) Tage kam jedoch überraschend ein außersportliches Highlight hinzu. Am vergangenen Donnerstag nutzte keine Geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Hockeygroßfeld als Hubschrauberlandeplatz. Mit ohrenbetäubendem Lärm und Wind in Orkanstärke landete die Kanzlerin um 19:10Uhr in einem 9,7 Tonnen schweren Hubschrauber vom Typ Cougar AS 532 der Luftwaffe auf dem Hockeyrasen des FHTC. Die Deutsche Regierungschefin hatte den Freiberger Untermarkt als Ziel, auf dem vor aufgebauter Wahlkampfbühne zusammen mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und der Freiberger Bundestagsabgeordneten Veronica Bellmann (CDU) bereits rund 3000 Freiberger mit Spannung auf ihre Ankunft warteten. Für den Freiberger HTC bot sich damit die einmalige Gelegenheit, Angela Merkel in der Universitätsstadt willkommen zu heißen. „Wir erhielten eine Anfrage, ob der Rasen als Ländefläche zur Verfügung steht. Da mussten wir nicht lange überlegen, zumal die Wiese ja nicht mehr lange von uns als Spielfläche genutzt wird. Das war das schon etwas ganz Besonderes“, freute sich Herbert Seifert. Zusammen mit den Kindern Charlotte, Lara-Sophie und Marie begrüßte der Sportwart des FHTC die Bundeskanzlerin auf der Clubanlage und überreichte zusammen mit den Mädchen neben Blumenstrauß und Vereinswimpel auch einen FHTC-Hockeyball als Geschenk. Er stellte den Club kurz vor, berichtete über den durch das Konjunkturpaket II unterstützten Kunstrasenneubau und hieß Angela Merkel herzlich in der Universitätsstadt willkommen. „Die Kanzlerin hat sich danach spontan zu einem Gruppenbild mit uns entschlossen, das hat uns natürlich gefreut. Denn es war ja im Vorfeld nicht klar, wie hoch Sicherheitsvorkehrungen vor Ort sein werden und ob wir überhaupt in die Nähe der Kanzlerin dürfen“, erklärte Seifert.

Licht dimmen

Auch FHTC-Mitglied Stephan Dittrich, der mit der ganzen Familie das Spektakel verfolgte, war sichtlich angetan: „Das lockere Auftreten von Frau Merkel hat uns alle richtig gefreut.“ Zudem war Dittrich vom Hubschrauber begeistert: „Der hat einen Wind gemacht, das war der Wahnsinn.“ Nach gut zweieinhalb Stunden hob Merkel wieder in Richtung Berlin ab. „Es war interessant zu beobachten, wie professionell und zügig die Veranstaltung in Freiberg über die Bühne ging“, so Dittrich weiter, der auch die Wahlkampfkundgebung auf dem Freiberger Untermarkt verfolgte. Neben der Kanzlerin dürften auch deren Sicherheitsleute den FHTC gut in Erinnerung behalten, „denn für die Piloten, Polizisten und Personenschützer gab es Kaffee und Getränke“, verriet Herbert Seifert. „Zudem waren sie von unserem kurzen Rasen begeistert.“ Dies hatte für den Club auch aus einer weiteren, völlig unerwarteten Richtung Lob zur Folge. Denn mit dem Greenkeeper des benachbarten Mormonen-Tempels nutzte ein Fachmann der Rasenpflege die Gunst der Stunde zu einem Besuch und zeigte sich an der Hockeywiese hoch interessiert. „Welches Schneidwerk verwendet ihr?“ Aus Sicht der Hockeysportler mußte die Antwort naturlich mit einem Zwinkern "Bald gar keines mehr" lauten, denn im September startet der Neubau der Kunstrasenanlage.

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