Denn wenig deutete am zehnten Spieltag in der Mitteldeutschen Verbandsliga wenig auf einen Stich für das Herrenteam des FHTC gegen den Tabellenzweiten Cöthener HC II hin. Doch Moral und Kampfgeist waren genau die Tugenden, mit denen die Bergstädter dem Favoriten in der Heubner-Halle erfolgreich Paroli boten. Und nach zwei Niederlagen gegen ESV Dresden II (4:6) und Post SV Chemnitz (1:7) freute sich der FHTC nicht nur über ein 3:3 Unentschieden, sondern auch den ersten Punkt in 2026. Doch es war einen deutliche Halbzeitaussprache nötig, um den Knoten platzen zu lassen – mit Auswirkung auch auf die Sportgeräte.
„Bis zum Seitenwechsel waren wir zu passiv“, fasste Routinier Christopher Funke den ersten Durchgang zusammen. „Wir verlieren den Ball und arbeiten nicht nach hinten, da mussten wir in der Halbzeit mal auf den Tisch hauen. Aber das hat gewirkt“, unterstricht der 33-jährige. Die Gäste lagen bereits nach 16 Minuten mit technisch versiertem Spiel mit drei Treffern in Führung. „Die Jungs hatten auch Spieler aus dem ersten Team dabei, da sollten heute schon drei Punkte nach Köthen gehen. Aber wir haben das am Ende wirklich gut gemacht und konnten glücklicherweise noch vor der Halbzeit wenigstens einmal treffen“, unterstrich der Verteidiger. Spielercoach Eric Timmich brachte den FHTC mit seinem sechsten Saisontreffer 1:2 noch vor dem Halbzeitpfiff auf die Anzeigetafel. Nach dem Pausentee legten die Gastgeber nach. „Wir waren griffiger. So müssen wir jedes Spiel angehen. Auf dem ganzen Spielfeld nachsetzen und Tore schießen, dann sollten für uns auch Punkte rausspringen“, blickt Funke voraus. Goalgetter Max Müller schraubte seinen Score nicht nur auf 12 Saisontreffer. Der Mittelfeldspieler glich für den FHTC zehn Minuten vor Ultimo zum 3:3 Unentschieden aus. „Das wars, wir das zu Ende verteidigt“, so Funke abschließend. „Das war unsere beste Saisonleistung.“ Der FHTC klettert auf Rang sechs. Wie eng die Zweikämpfe heute waren, zeigte ein Blick auf Funkes Schläger. Das Sportgerät brach kurz vor Spielende - entgegen der Belastungsrichtung.