Dienstag, 21 Juli 2026 21:01

Hockey: Hitze, Kampf und Bayern-Geschichte: Nachwuchs-Trio des FHTC in München

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Die Sommerferien begannen für drei Nachwuchsspielerinnen des FHTC trotz sengender Hitze mit viel Rückenwind. Denn Juliane Winkler, Marit Sachse und Torhüterin Rosa Kriegel kehrten nicht nur einem starken 10. Platz im Trikot der Mitteldeutschen Auswahl vom Hessenschild – dem Länderpokal des Deutschen Hockeybundes - zurück. Die Erlebnisse beim Gastgeber Münchener SC (MSC) färbten auf das Freiberger Trio ab. Auch der FC Bayern machte vor gut 100 Jahren Bekanntschaft mit den weinroten MSC-Farben.

Als die Bayern 1906 vorübergehend als Abteilung zum MSC stießen, mussten sie in dessen traditionellen Farben Weinrot-Grau auflaufen. 

Hockey-Landestrainerin Ulrike Sluga nominierte Marit und Rosa in der Vorwoche. Juliane erfuhr zwei Tage vor Turnierbeginn von Ihrer Nachnominierung. „Das war schon ein Auf und Ab der Gefühle, aber es hat sich gelohnt, schilderte die 15-jährige. Besonders der schnelle Spielaufbau im Team habe ihr gefallen.

Regelmäßig trainieren die drei Talente montags am Stützpunkt in Leipzig gemeinsam mit Spielerinnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für Torhüterin Rosa Kriegel war es bereits der zweite Länderpokal-Einsatz. Sie hatte bereits beim Hallenländerpokal in Hannover für Mitteldeutschland gespielt und war in Hannover auch vom Bundestorwarttrainer Jimmy Lewis zusammen mit FHTC-Torhütering Mona Henke zentral gesichtet worden. “Die Torschüsse der besten Teams zu halten macht schon Spaß“, ergänze Rosa Kriegel (15). „Wir haben wirklich gut dagegen gehalten.“ Für Marit war es der erste Einsatz. „Mit Mädchen zusammenzuspielen, die sonst unsere Gegnerinnen sind, war beeindruckend – auch außerhalb des Platzes haben wir uns super verstanden“, sagt die Jüngste im Trio.

Auf dem Platz startete Mitteldeutschland mit zwei Niederlagen gegen Hamburg (0:3) und Baden-Würtemberg (0:5). In den Platzierungsspielen zeigten die Mitteldeutschen dann ihr bestes Gesicht: Ein souveräner 4:0-Sieg gegen Brandenburg – mit einer starken Rosa im Tor – und eine 0:2-Niederlage gegen Rheinland-Pfalz/Saar bedeuteten Rang 10. Damit verbesserte sich das Team gegenüber dem Vorjahresplatz 11. Den Titel holte Westdeutschland vor Bayern und Berlin. 

Nach den Ferien geht es für das Trio beim FHTC in der Mitteldeutschen Meisterschaft weiter. Auf Platz sechs liegend müssen sie in den letzten drei Spielen gegen Erfurt, Machern und Osternienburg Farbe bekennen. Der FC Bayern tat dies einst übrigens auch – und wurde nach einem weiteren Vereinswechsel zum TV Jahn München ab 1924 wieder selbstständig – und zum Rekordmeister in rot. Text mit und Fotos von: Carina Winkler

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